11er Motor ausbauen

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11er Motor ausbauen

Beitragvon KlausM » Mi 14. Jun 2017, 07:52

Hallo Leute,
da mich die s..mäßige Verarbeitungsqualität der Schweißnähte am Rahmen absolut nicht befriedigt (überhaupt nicht verputzt, überall Schweißpopel, ist das nur bei meiner so?) spiele ich mit dem Gedanken, den Rahmen komplett "auszubauen", die Schweißnähte und andere Schlampigkeiten ordentlich zu verputzen, dann sandstrahlen und neu lackieren zu lassen. Die Hinterradschwinge wurde schon auf die Art behandelt und sieht jetzt wie ein ordentliches Motorrad-Rahmenteil aus.
Neben gefühlten 100.000 Kleinigkeiten muss dazu natürlich der Motor ausgebaut werden. Und der wiegt bestimmt ein wenig. Hat das schon mal jemand gemacht? Bekommt man das auch als untrainierter kleiner alter Mann (alleine!) hin?
Meine 11er ist jetzt aus anderen Gründen sowieso schon ziemlich weit zerlegt. Sitze, Tank, Räder, beide Fender, Hinterradschwinge, Federbein, Seitenverkleidungen, Auspuffanlage komplett sind ab. Der Rest steht aufm Cruiserheber.
Schöne Grüße
Klaus-Matthias
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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon heizefeiz » Mi 14. Jun 2017, 16:17

Tragende Nähte werden im allgemeinen aber nicht geschliffen. Das heisst geschwächt. Schweisspickel wegmachen ist ja okay, aber mehr würde ich auch nicht machen.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon Moppedgarage » Mi 14. Jun 2017, 18:07

Silber lackierten Rahmen polieren bei einer Sportler (Alurahmen) hat schon zu Ärger mit den Graukitteln geführt , also lieber nich die Schweißnähte begradigen , das kann unter umständen ins Auge gehen....oder was sagt Ede dazu?
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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon Schorry_BY » Mi 14. Jun 2017, 19:44

Abgesehen davon, dass dein Vorhaben eher ein verschlimmbessern werden dürfte (siehe Meldung davor) - den Motor kannst alleine "eigentlich" nicht ausbauen. NIcht wirklich. Hast anständige Muckies?
Dann vielleicht - raus ja, mit etwas Gewalt und wenn es dir nichts ausmacht, dass das Motörchen vielleicht auf die Dielen kracht. Dann ja.
Ich habe vor kurzem mit meinen bescheidenen Mitteln die Kiste zerlegt, also den Motor ausgebaut. Abklemmen und so weiter war alleine kein Problem, bis auf die letzen beiden Befestigungen/Aufhängungen war alles paletti. Da benötigt man keinerlei Hilfe.
Die Kiste war hinten soweit aufgebockt, wie es der Heber zuließ. Unter dem Motor habe ich dann den Rangierheber positioniert, das Triebwerk fixiert und leicht angehoben. Mit Hilfe des Sohns wurde die Balance gehalten, die letzten Aufhängungen entfernt und mühsam mit Dreh-Senk-Wackel- und Kippbewegung der Motor aus dem Rahmen gepuhlt. Kann man so sagen. irgendwann ist er dann doch herausgefallen. :D (der Klügere gibt nach...).
Aber der Einbau in umgekehrter Riehenfolge war dann etwas tricky, da beim Ausbau das Ding irgendwann rausfällt, aber beim Reinheben mussten wir länger rumfummeln, bis alles wieder passte. Ging auch nur zu zweit und mit viel Schmackes. Nach viel Probieren war es so weit, zwischendurch klemmte immer mal was oder man bekam die Maschine nicht in die letztendlich korrekte Position. Mal passte es hinten, dann vorne nicht usw.
Kann dir nur raten, dass du zumindest beim Rausheben und dann beim Wiedereinbau Hilfe hinzu holst, das macht auch in der Yamaha-Werkstatt keiner alleine.
(Wennst mal das Motörchen Probeheben willst, melde dich - ich hab einen Ersatzmotor auf der Werkbank. Kannst Muckies testen. Unhandlich ist er - der Motor- nicht :braue: :braue: :braue: ).
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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon Ede » Mi 14. Jun 2017, 19:59

Wäre ja auch schade, wenn der frisch lackierte Rahmen wieder Kratzer bekommt.

Welche Schweißnähte meinst du eigentlich? Bei meiner sind alle in Ordnung

Stahlrahmen bearbeiten ist zwar nicht so problematisch wie Alurahmen, aber an Schweißnähten sollte man sich nicht unbedingt vergreifen.
Man muss das Leben nehmen, wie es kommt. Aber man muss es nicht so lassen.

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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon KlausM » Fr 16. Jun 2017, 15:01

Hallo,
erstmal danke für die Tipps! Hatte schon befürchtet, dass der Motorausbau nicht ganz ohne ist. Hatte allerdings die Hoffnung, dass es da einen Geheimtipp gibt. Aber bei einer solchen "Würgerei" mit rohen Kräften sind ja Kolatteralschäden geradezu vorprogrammiert. Ich dachte, durch den abnehmbaren rechten Rahmenunterzug könnte man vielleicht den Rahmen sauber nach oben vom Motor abheben und beim Zusammenbau genau so wieder drauf bugsieren.

Mit dem Nacharbeiten der Schweißnähte habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Natürlich war nicht gemeint, dass ich da mit einer Flex oder so beigehe, und die Nahtquerschnitte schwäche. Solche "Schnapsideen" habt ihr von mir alten Maschinenbauer (sowohl gelernt als auch studiert) bestimmt nicht zu befürchten! Vielmehr ging es darum, die bei Yamaha unterlassene Versäuberung der Schweißnähte nachzuholen. Also alle Schweißpopel ab, scharfkantige Nahtausläufe mit der Schlüsselfeile abrunden und das ganze mit Schleifpapier glätten. Hab ich bei der Schwinge gemacht, die sieht jetz so aus:

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Leider hab ich vorher keine Fotos gemacht. Zum Vergleich mal Details vom Rahmen:

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Einfach nur grottig!!! :down: :down: :down: :down: :down: :down:

Schöne Grüße
Klaus-Matthias
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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon Ede » Fr 16. Jun 2017, 22:06

Da wo man was vom Rahmen sieht, ist es okay. Der Rest ist egal
Man muss das Leben nehmen, wie es kommt. Aber man muss es nicht so lassen.

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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon KlausM » Sa 17. Jun 2017, 20:43

Mensch Ede!
Was ist denn das für eine Einstellung?! :shock:
Es geht hier nicht um irgendeinen Gebrauchsgegenstand, es geht hier um ein MOTORRAD!
Schönen Sonntag
Klaus-Matthias
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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon JOE » So 18. Jun 2017, 07:12

Dann mach doch einfach. Wie der Motor raus geht weist du ja jetzt.
Gruss JOE



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Re: 11er Motor ausbauen

Beitragvon Ede » Mo 19. Jun 2017, 10:11

Was ist denn das für eine Einstellung?!

Eine vernünftige? Wer guckt denn schon unter den Fender / Tank usw. :shock: Das Maschinchen muss fahren, das ist viel wichtiger!
Man muss das Leben nehmen, wie es kommt. Aber man muss es nicht so lassen.

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